Horoskop – Planeten & Co.

 

Dein Horoskop – Dein Planeten-Cocktail

 

Zur Horoskop-Deutung gehören neben den Tierkreiszeichen auch die Planeten und deren Verbindungen untereinander, die sogenannten Aspekte.

 

 

Larisa Koshkina auf Pixabay

Das Horoskop und die Himmelskörper

 

Die Planeten werden astrologisch „Gestirne“ genannt und stellen im Geburtshoroskop die Wesensanteile einer Persönlichkeit dar. Jedes Gestirn/jeder Planet gehört zu einem oder zwei Sternzeichen. Die Planeten werden als „Herrscher“ oder „Regentihres Tierkreiszeichens bezeichnet. Beispiele: Jupiter ist der Regent vom Schützen und Uranus vom Wassermann.

Während die Tierkreiszeichen die Stimmung und Eigenschaften beschreiben, sind die Planten sind die Akteure im Horoskop.

 

Wie viele Planenten nutzt man zur Deutung?

In der klassischen Astrologie wurden sieben Planten verwendet: Sonne, Mond, Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn.
Und in der modernen oder heutigen Astrologie kamen noch drei weitere Gestirne dazu: Uranus, Neptun und Pluto.

 

Die Symbole der Planeten:

 

Die Planeten und ihre Eigenschaften

 

Syaibatul Hamdi auf Pixabay

Mond – Luna die Leuchtende

Die wunderschöne Mondgöttin zieht auf einem Wagen, gezogen von einem weißen Pferd, über den Nachthimmel. Sie wird in der römischen Mythologie „Luna“ genannt und entspricht der Göttin „Selene“ im griechischen Mythos. In allen anderen Sprachen trägt „der “ Mond das weibliche Attribut wie „die“ Luna und „die“ Selene.

Der Mond beherrscht das Sternzeichen Krebs und verkörptert damit das lunare-Prinzip der Hingabefähigkeit und Empfänglichkeit. Genauso werden ihm Emotionalität, Empfindsamkeit und Sensibilität zugeschrieben. Im Horoskop ist er Sinnbild für die Seele und Psyche aber auch für Ängste. Sein Wechsel und Wandel von Neumond bis Vollmond wird mit der ständigen Erneuerung und Veränderung unseres Körpers und unserer Seele verglichen.

So gibt die Stellung des Monds Auskunft über Deine Gefühlstiefe,  Hilfsbereitschaft und Ängst. Er beschreib zudem den mütterlichen, weiblichen, fürsoglichen Anteile den die wir alle – egal ob Mann oder Frau – in uns tragen.

 

Sonne – die Strahlende

Schon vor mehr als 5000 Jahren wurde die Sonne als Lebensbringer verehrt. Als Regentin des Tierkreiszeichens Löwe ist sie von zentraler Bedeutung, denn sie beschreibt das Selbst, aus dem alles entsteht. Sie ist der Wesenskern im Geburtshoroskop. Dabei zeigt sie die grundsätzlichen Wesensanlagen und Charaktermerkmale, die es Dir ermöglichen etwas zu Erschaffen und Dich selbst zu verwirklichen.

Im Wassermann bespielsweise legt die Sonne besonderen Wert auf Selbstbestimmtheit. Der Freiheitsdrang und die eigene Unabhängigkeit sind hier vorrangig. Alles was einengt wird mehr oder weniger abgelehnt und ggf. sogar bekämpft. Nur unter diesen Umständen kann sich diese Konstellation verwirklichen.

(Unter Konstellation versteht man, die Stellung und Verbindungen der Planeten im Horoskop.)

 

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Merkur – der Götterbote

Sein Name geht auf das lateinische Wort merx zurück und bedeutet Handel. Der Merkur (griechisch Hermes) besitzt vielschichtige Charaktere. Er wird als Gott der Händler beschrieben und zugleich auch als Gott der Diebe, der sich mit Lügen und Betrügereien einen Vorteil zu schaffen versucht. In der römischen Mythologie wurde zudem als Gott der Weiden und Herden beschrieben und als Gott der Wege und Wanderer.

Merkur beherrscht gleich zwei Zeichen, den Zwilling und die Jungfrau.

Zwilling- Merkur

Er ist gewitzt, wendig und anpassungsfähig. Nicht umsonst werden Menschen, die unter dem Sternzeichen Zwilling geboren wurden, als Menschen mit zwei Gesichtern beschrieben.

Interessen, Selbstausdruck, Kommunikation jeglicher Form (Schrift, Sprache, Bewegung), Handel und Bewegung, Art und Weise des Denkens, Logik und Lernfähigkeit werden durch die Stellung des Merkurs beschrieben.

Die Position im Horoskop, die der Merkur einnimmt, gibt auch Auskunft über die Kommunikationsfähigkeit und Interessensgebiete. Darüber hinaus beschreibt sie, wie sich der Horoskopeigner in seinem direkten Umfeld verhält und wie beweglich er geistig und körperlich ist.

Jungfrau-Merkur

Die Merkmale des Jungfrau-Merkurs, sind die Eigenschaften der Ordnungsliebe und Reinigung auf allen Ebenen, analytischen Fähigkeiten, Genauigkeit, Beobachtungsgabe und Liebe zum Detail sowie Vorsorge und Nützlichkeit.

Der ordnungsliebende Jungfrau-Merkur ist immer korrekt, sachlich und hat ein Auge für Details. Dabei verfügt er über eine gute Beobachtungsgabe und scheut sich auch nicht Kritik zu üben. Zweitweise mag er etwas belehrend sein, aber der Jungfrau-Merkur macht sich auch gern nützlich und hilft gerne.

Seine Stellung zeigt in welchem Lebensbereich den Drang zur Ordnung besonders verspürt wird, aber auch wo Du über ausergewöhnliche Analysefähigkeiten verfügst.

 

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Venus – die Schaumgeborene

Die Venus, aus dem Meeresschaum entstiegen, ist die Herrscherin des Tierkreiszeichens Stier und auch der Waage.

Stier-Venus – Haben und Sein

Das bezeichnenste Adjektiv für die Stier-Venus ist „einverleibend“. Dies bezieht sich auf alle möglichen Bereiche des Lebens wie Geld, Werte, Essen und Trinken sowie alles, was zur Eigensicherung und zum Genuss zählt. Als Herdentier ist für die Stier-Venus ein sicherer Platz im sozialen Umfeld und damit auch Status überlebenswichtig.

Je nachdem wo sich die Venus im Horoskop befindet, zeigt sie uns, wie ausgeprägt ihr Verlangung ist und wie viel und welche Sicherheit sie im Leben benötigt.

Waage-Venus – das nach Harmonie strebende Prinzip

Niemand ist für sich alleine vollkommen, so kann der Ausgleich nur im Außen, mit anderen Menschen, erfolgen. Daher sucht die Waage-Venus stets danach, sich selbst auszugleichen, indem sie vergleicht, ergänzt und Kompromisse eingeht. Die Themen der Waage-Venus sind Begegnung, Kontaktfähigkeit und Liebes- und Beziehungsfähigkeit. Ihre Liebe zu schönen Dingen hat sie mit der Stier-Venus gemein.

Im Horoskop verrät Ihre Stellung wie und welche Kontakte und Begegnungen sie sucht und aufnehmen möchte. Dazu zeigt sie auch an, wie es um die Beziehungsfähigkeit steht – ob Du mit dem Partner verschmelzen willst oder ob Du ein ausgesprochener Singles bist und das Leben am besten alleine genießen kannst.

 

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Mars – der Kriegsgott

Der unerschrockene Mars trägt den Namen „Ares“ im griechischen Mythos und zeigt seine Stärken in der Durchsetzung, im Wettkamp und in der Eroberung.

Mars wird dem Tierkreiszeichen Widder zugeordnet. Das Mars-Prinzip – die freifließende Kraft in Bewegung – besteht aus Antrieb, Energie, Impulse, Mut, Durchsetzung, Aggression, Führungs- und Bewegungsdrang. Das Mars-Symbol verkörpert auch das männliche Prinzip.

Je nach Position im Horoskop zeigt Dir Mars die Kraft und die Art der Durchsetzung. Sie gibt Dir ebenfalls Auskunft über die Risikobereitschaft und den Erneuerungsdrang sowie die Art und Weise die Aggressionen zu handhaben. Darüber hinaus siehst Du auch, wie er mit Konflikten umgehen kann und wie ausgeprägt der Führungswille und der  Pioniergeist ist.

So setzt Mars in Steinbock seine Durchsetzung offen und sehr gezielt und ausdauernd ein, während Mars in Fisch nicht richtig greifbar, weich und allen Konfrontationen ausweichend auch auf sein zielstrebig seinen Weg geht.

 

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Jupiter – der Göttervater

Jupiter, Zeus als Götteroberhaupt des Olymp oder auch Thor bei den Kelten gilt als Symbol für Glück und Fülle. Er regiert das Sternzeichen des Schützen.

Aufgeschlossenheit und soziales Denken, Expansion, Philosophie, Religion, soziales Wertempfinden und Sinnfindung beschreiben den Schützen. Das Zeichen Schütze steht ebenfalls für höhere Bildung. Die Stellung im Horoskop gibt Dir also  Auskunft über die Lebenseinstellungen des Horoskopeigners.

Stark betonte Jupiter fühlen sich auf der ganzen Welt wohl. Ferne Länder, fremde Kulturen und die Lebenart der Menschen dort phaszinieren den Schützen. Meist sind sie auch sozial engagiert und verfügen über ein enormes Allgemeinwissen.

 

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Saturn – der Pflichterfüllte

Saturn ist der Gott des Ackerbaus entspricht Kronos in der griechischen Mythologie, dem Vater der Titanen.

Saturn der Herr der Konzentration und Pflichterfüllung regiert den Steinbock. Seine Attribute sind Selbstdisziplin, Traditionsbewusstsein, Konzentration auf das Wesentliche, Ausdauer, Festhalten am Althergebrachten und Hierarchien. Saturn gilt auch das Symbol für Regeln und Gesetze.

Eine starke Saturn-Konstellation zeigt z. B. an wie hart und ausdauernd jemand arbeiten kann oder wie sehr er an alten Traditionen und Gewohnheiten verhaftet ist.

 

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Pluto – Herr der Unterwelt

Das kollektive Gedächtnis und die unsichtbare Mächte werden im Geburtshoroskop durch Pluto, Herr des Skorpions, angezeigt. Pluto ist gleichzusetzen mit Hades dem Herrscher der Unterwelt.

Seine Wirkung ist gleich einer höchstpotenzierten mentalen Kernenergie. Pluto der Schlüssel zum Unbezwussten, Symbol für feste Vorstellungen und in Übermaß auch für Erfüllungszwänge.

Pluto geht in die Tiefe, in den Untergrund, und Geheimnisse bleiben vor ihm nicht verborgen. Im gleichen Zeitraum als die Psychologie Einzug nahm, wurde auch Pluto entdeckt. Kollektive Beschränkungen und unbewußten Blockaden, die uns seit Kindheit begleiten, werden durch ihn angezeigt.

 

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Uranus – der Freigeist

Uranus ist einer der ältersten Götte und das erste Kind von Gaia (die „Erde“).

Das Uranusprinzip ist das Plötzliche, Schnelle, Originelle, spontane Energieballung, plötzliche Verwirklichung von Einfällen, Geistesblitze und unerwartete Lösungen. Umstrukturierung, Wagnisses und Grenzen überschreiten sind seine Spezialgebiete. So fliegt der Herrscher des Wassermanns durchs Leben meist bereit Festes und Gesichertes schnell gegen Neues einzutauschen.

Je nach Gewichtung der Stellung von Uranus sind plötzliche Gedankensprünge im Gespräch oder unerwartete Entscheidungen typisch. Er scheut sich auch nicht mit alten Traditionen zu brechen oder althergebrachtes in Frage zu stellen. Uranus stellt damit den rebelischen Anteil in uns dar.

 

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Neptun – der Unergründliche

Neptun, Herrscher der Meer und Regent des Sternzeichen der Fische, gilt als höhere Oktave von Venus.

Hier spiegelt sich die unverselle Liebe, das Transzentelle und Spirituelle wider. Er ist das Tor zum feinstofflichen und übersinnlichen. Nebel und Dunst sind sehr bezeichned für ihn. Dort wo man sich nicht auf die Augen verlassen kann, sondern seinen Instinkt und Tastsinn nutzen muss, stellt die unsichtbare Pforte zur Realität dar.

Die Neptun-Stellung verrät wo und wie stark der Horoskopeigner seinen Eingebungen folgen kann. Wo wir er sich einfühlen kann und womit er am liebsten verschmelzen will. Hier verschwimmt Zeit und Raum.

 

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Die astrologische Aspektelehre

 

Was sind Aspekte?

Bestimmte Entfernungen der Planten zueinander haben in der Astrologie Bedeutung. Sie werden „Aspekte“ genannt und in Bogenminuten und Bogensekunden angegeben.

Wenn zwei oder mehrere Gestirne einen Aspekt bilden, verbinden sich ihre Einflüsse. Es hängt einerseits von den Charakteren der Gestirne (Planeten) und anderseits von der Entfernung ab, ob diese Einflüsse in harmonischer oder disharmonischer Weise wirken.

Im Horoskop werden die Aspekte durch Verbindungsstriche eingezeichnet. Die Farben dafür sind in der Regel rot für Spannungsaspekte und blau für harmonische Aspekte.

 

Welche Aspekte gibt es?

Für die grundsätzliche Deutung nutze ich diese vier Hauptaspekte:

 

Konjunktion – 0 Grad

Die Konjunktion mit 0 Grad ist der wichtigste Aspekt überhaupt. Ihre Bedeutung ist für sich genommen weder gut noch schlecht, sie hängt vielmehr von den beteiligten Planeten ab. Die Wirkung einer Konjunktion wird also vollständig davon bestimmt, wie gut die entsprechenden Planetenprinzipien miteinander harmonisieren.

Bildlich gesprochen, sitzen zwei in einem Boot, sie sind dadurch aufeinander angewiesen, ob ihnen dies gefällt oder nicht. Passen die entsprechenden Energien zusammen, so erhält man fast mühelos ein gutes Ergebnis. Beide rudern harmonisch in eine Richtung. Geraten hingegen zwei unvereinbare Kräfte aneinander, rudert jeder mit aller Macht in entgegengesetzter Richtung. Entweder geht es dann weder vorwärts noch rückwärts oder der Stärkere übernimmt die Führung.

 

Opposition – 180 Grad

Die Opposition mit 180 Grad bezeichnet eine Beziehung zwischen zwei Gestirnen mit dem Abstand von 180 Grad. Diese Verbindung stellt eine Spannung dar, weil sich zwei Faktoren gegenüberstehen. Über die Art, Auswirkung und dem jeweiligen Lebensbereich entscheidet die Natur der beteiligten Gestirne. Dies muß aber keineswegs immer negativ sein, denn »Gegensätze ziehen sich an. Die Opposition symbolisiert das Bedürfnis nach Ausgleich und Ergänzung. Gleichzeitig entspricht sie »offensichtlichen Konflikten«, das heißt, sie veranschaulicht Themen, über deren Bedeutung wir uns bewußt sind. Dementsprechend können wir uns mit der angezeigten Thematik der Oppositionen auseinandersetzen und sogar aus einer scheinbaren Schwäche eine Stärke entwickeln.

 

Quadrat – 90 Grad

Das Quadrat mit 90 Grad bringt immer Spannungen mit sich. Zumal man die jeweilige Thematik nicht klar vor Augen hat, sondern z. B. nur ein schlechtes Gefühl oder immer wieder ins Fettnäpfchen tritt ohne sich dessen zuvor bewusst gewesen zu sein.

Das Quadrat entspricht einem Winkelabstand von 90 Grad und gilt als spannungsgeladenster Aspekt. Verglichen mit allen anderen Aspekten verfügt es über das höchste Energieniveau. Die Bedeutung und Hintergründe dieser Spannungsverbindung sind, anders als bei der Opposition, nicht offensichtlich.

Aber nicht nur Spannungen und Herausforderungen werden dadurch angezeigt, sondern auch die Kraft und Fähigkeit, diese zu lösen. Es symbolisiert Hindernisse und Widerstände, die durchaus eine schöpferische Herausforderung darstellen können.

 

Trigon – 120 Grad

Das Trigon mit 120 Grad ergibt sich durch einen Winkel von 120° und ist ein förderlicher und harmonischer Aspekt. Dabei stimmen die Grundenergien der Planeten überein, da sie in der Regel im gleichen Element (Feuer-, Erd-, Luft- oder Wasserzeichen) stehen.

Dabei stellt das Trigon einen Zustand dar und verweist auf eine Verbindung ohne jeglichen Reibungsverlust. Die angesprochenen Themen können sich also ohne innere und äußere Widerstände verwirklichen.

So kann aus zwei Kräften oder Energien eine dritte entstehen, welche die ersten beiden beinhaltet, und gleichzeitig eine neue und eigenständige Wirkung hat.

Zur besseren Veranschaulichung: Wir bringen Wasserstoff und Sauerstoff im Verhältnis 2 zu 1 zusammen, woraus dann Wasser entsteht mit völlig anderen Eigenschaften entsteht..

Die Wirkung muss auch hier keineswegs immer positiv sein. So mag ein Trigon in seinem Zuständigkeitsbereich zu Passivität und Faulheit verleiten, da es möglicherweise an Herausforderung fehlt.